Diskussion der Firefox-Entwickler: Können Sie den Browser zukünftig nur noch ab Windows XP SP3 nutzen?

Um den Browser Firefox ist eine Diskussion mit mittlerweile über 100 Meinungsäußerungen im Gange.

Grund für die Diskussion ist der Vorschlag, ab Anfang 2010 als Mindestvoraussetzung für die Nutzung von Firefox Windows XP mit Service Pack 3 zu verlangen. Als eines der Argumente wird angeführt, dass auch Microsoft die Unterstützung (in Form von Support) für Windows 2000 ab Juli 2010 komplett einstellt. Für die Mindestanforderung von Service Pack 3 für Windows XP spricht, dass es sich dabei um ein kostenloses Update handelt, das jedem Nutzer von Windows XP zur Verfügung steht.

Das Testen des Browsers auf unterschiedlichen Betriebssystemversionen ist für die Entwickler ein zusätzlicher Aufwand und durch das Mitschleppen von Funktionen zur Unterstützung von älteren Betriebssystemen wächst die Menge des Quelltextes unnötig an. Diese Nachteile sollen nun vermieden werden, indem Windows-Installationen mit Windows XP Service Pack 2 und älter nicht mehr unterstützt werden.

Bereits mit dem Wechsel zu Firefox 3 ernteten die Entwickler jedoch teilweise harte Kritik dafür, dass sie Nutzer von Windows 98 von der Verwendung des Browsers ausgeschlossen hatten. Die Entwickler des Browsers müssen nun abwägen, wie lange sie den zusätzlichen Aufwand zur Unterstützung von Windows 2000 und Windows XP vor Service Pack 3 noch betreiben wollen.

Aus Sicht der Sicherheit ist die Frage hingegen eindeutig zu beantworten: Wer sicher im Netz unterwegs sein will, muss auf ein aktuelles Betriebssystem setzen. Spätestens wenn keine Sicherheits-Updates von Microsoft für ein Windows-System herausgegeben werden, ist die Nutzung absolut fahrlässig, insbesondere beim Surfen im Internet. Denn da neu auftauschende Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden, haben Angreifer oft leichtes Spiel.

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