Arne Schwarze

Microsoft stellt Fix-it-Tool zum Schutz vor Trojaner-Angriffen über USB-Sticks bereit

Microsoft hat auf die aktuelle Sicherheitslücke bei der Anzeige von LNK-Dateien reagiert und stellt nun ein Fix-it-Tool bereit.

Die Schwachstelle ermöglicht das Infizieren eines Windows-Systems ab XP schon beim Öffnen eines USB-Sticks. Dafür muss nicht einmal die Autostart-Funktion aktiviert sein. Auch Angriffe via WebDAV oder Netzwerkfreigaben sind über die Schwachstelle möglich.

Bisher hatte Microsoft zum Schutz Ihres Systems lediglich einen Workaround parat, der das Löschen eines Wertes in der Registrierung von Windows vorsah. Mittlerweile haben Microsofts Entwickler nun auch ein Fix-it-Tool bereit gestellt.

Wenn Sie das Fix-it-Tool ausführen, verhindert dies, dass Angriffe über die fehlerhafte Verarbeitung der LNK-Dateien möglich sind. Das hat allerdings einen unangenehmen Nebeneffekt: Da die Verarbeitung der LNK-Dateien blockiert wird, werden auch die Icons der Verknüpfungen auf Ihrem Desktop, in der Taskleiste und im Startmenü nicht mehr korrekt geladen. Alle Verknüpfungen erhalten ein einheitliches Symbol.

Wenn Sie bereits in der vergangenen Woche den Registrierungswert zur Verarbeitung der LNK-Dateien anhand der Workaround-Anleitung manuell gelöscht haben, um Ihr System gegen Angriffe zu schützen, sollten Sie diesen nun wieder importieren. Das machen Sie, indem Sie die vor dem Löschen exportierte ".reg"-Datei mit einem Doppelklick starten und die anschließend auftauchende Rückfrage bestätigen.

Jetzt befindet sich Ihr System wieder im Normalzustand und ist somit auch anfällig für Angriffe über die LNK-Sicherheitslücke. Um diese zu verhindern, starten Sie nun das neue Fix-it-Tool von Microsoft.

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