Die Polizei sucht: Sind auch Sie von der Telefon- und SMS-Abzocke betroffen?
Die Kriminalpolizei Kiel sucht Opfer oder Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu Betrugsmaschen der Firmen MINTNET (Flensburg) und MOBILE SOLUTIONS (Kiel) geben können.
Dabei sind scheinbar zwei unterschiedliche Abzock-Maschen verwendet worden:
Zum einen wurden Anzeigen für Autos geschaltet, die die deutlich unter dem Marktpreis lagen. Unter der angegebenen Handynummer wurde allerdings nur per Mailbox auf eine 0137-er Nummer verwiesen. Unter dieser kostenpflichtigen Nummer war jedoch auch niemand zu erreichen. Dass die Nummer kostenpflichtig war (ein Euro pro Anruf), wurde erst am Ende der Bandansage mitgeteilt.
Bei der anderen Betrugsmasche wurde ein Single-Forum im Internet vorgetäuscht. Bei den angeblich kontaktwilligen Singles handelte es sich jedoch nur um Moderatoren der Firmen, die an einem realen Treffen keinerlei Interesse hatten. Sie versuchten die Besucher der Seite zu einer Kommunikation per Handy zu bewegen. Dabei tarnten sie die kostenpflichtigen Sonderrufnummern, die sonst fünfstellig sind, durch das Voranstellen einer Netzvorwahl und das Nachstellen von zwei Ziffern.
Die Liste der bisher bekannten Nummern (laut Polizeiangabe nicht vollständig): 22040, 22324, 30333, 31333, 33777, 43444, 44433, 44664, 45444, 55444, 55544, 55577, 55599, 57555, 72777, 77722, 77744, 77755, 40050, 44660, 77776
Falls Sie hierzu Hinweise geben können, melden Sie sich bitte unter den Kontaktdaten der Kriminalpolizei Kiel.
Allgemein sollten Sie Ihre Telefonrechnung regelmäßig auf solche Kostenpunkte prüfen. Oft kommt es bei derartigen Betrugsmaschen leider erst gar nicht zu Strafanzeigen, denn der Schaden für die einzelnen Opfer ist relativ gering (z.B. 3 Euro für drei Anrufversuche bei den angeblichen Autoverkäufern). Für die Abzocker rechnet sich der Betrug durch eine große Anruferzahl trotzdem.
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