Arne Schwarze

So werden Sie zukünftig von Handy-Trojanern beklaut

Bisher sind Meldungen über Schadsoftware für Handys noch selten. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird.

Die mobilen Telefone verfügen über immer mehr Funktionen und insbesondere mit MMS (Multimedia Messaging Service), Bluetooth, WLAN und Internetanbindung über genügend Infektionswege.

In Indonesien haben Betrüger nun eine breite Offensive gestartet, denn dort ist es bereits möglich, per SMS Geld zu überweisen. Um an das Geld ihrer Opfer zu kommen, infizieren sie deren Handys mit dem Trojaner Flocker.A!Python, der dann die Überweisung per SMS an eine Sonderrufnummer tätigt. Der Trojaner wird über Software-Downloads (z.B. ein angebliches ICQ-Paket für Mobiltelefone) auf dem mobilen Telefon des Opfers installiert.

Anfällig für den Trojaner sind Handys, die mit dem verbreiteten Symbian-Betriebssystem arbeiten, unter anderem Mobiltelefone von Nokia, Siemens, Samsung und Motorola. Bis solche Schadprogramme auch bei uns Verbreitung finden, ist nur eine Frage der Zeit. Achten Sie deshalb bereits jetzt darauf, Zusatzsoftware für Ihr Mobiltelefon (z.B. Klingeltöne, Spiele, …) nur von vertrauenswürdigen Quellen zu installieren.

Zahlreiche Hersteller, unter anderem Kaspersky, F-Secure und Trend Micro bieten mittlerweile Virenscanner für Handys und andere mobile Geräte (z.B. PDAs) an.

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