Wenn Gpcode zuschlägt: So retten Sie Ihre Daten

Der fiese Erpresser-Virus verschlüsselt einfach die Daten auf Ihrem PC. Mit den Tools PhotoRec und StopGPcode gewinnen Sie nun aber Ihre wertvollen Dateien zurück.

Die aktuelle Variante des gefürchteten Erpresser-Virus bereitet uns Sicherheitsexperten noch immer Kopfzerbrechen. Denn anders als die herkömmlichen Viren beschädigt er nicht das Betriebssystem PC, sondern macht gezielt Ihre Daten unbrauchbar. Sobald Sie sich mit dem Virus infizieren, verschlüsselt Win32.Gpcode.ak zahlreiche Daten auf Ihrem Rechner. Darunter alle Dateien mit den Endungen .doc, .txt, .pdf, .xls, .jpg, .png, .h und .cpp. Dazu verwendet er den Verschlüsselungsalgorithmus RC4, dessen Chiffrierungsschlüssel wiederrum mit einem 1024 Bit-RSA-Algorithmus verschlüsselt ist. Unknackbar! Doch die Dreistigkeit hat noch kein Ende: Der Viren-Programmierer hinterlässt Ihnen eine Nachricht mit dem Hinweis, dass Sie gegen Bares den Chiffrierungsschlüssel zur Entschlüsselung gegen Bares beim Viren-Programmierer erhalten!


Sicherheitsexperten sind ratlos, selbst der namhafte Spezialist Kaspersky konnte bisher noch keinen Erfolg beim Entschlüsseln aufweisen. Die Experten haben jedoch eine Hintertür gefunden: Nach jeder Verschlüsselung löscht der Virus die originalen Daten. Jedoch befinden sich diese noch in den Sektoren Ihrer Festplatte. Kaspersky stellt Ihnen zur Datenrettung die Tools PhotoRec und StopGPcode kostenlos zur Verfügung. In einer  ausführlichen Anleitung lesen Sie, wie Sie die Daten mittels der Tools möglicherweise wiederherstellen können. Allerdings müssen Sie diese Maßnahmen umgehend nach der Infektion durchführen, bevor Ihre ursprünglichen Daten auf Ihrer Festplatte durch neue überschrieben werden. Der Virus Gpcode löscht sich nach der Verschlüsselung übrigens selbstständig.

Kommentieren Sie jetzt diesen Artikel

* Pflichtfeld

*

*
*