Arne Schwarze

USB-Stick-Verschlüsselung trotz Sicherheitszertifizierung geknackt

Selbst als sicher zertifizierte Verschlüsselungsmechanismen für USB-Sticks bieten nicht unbedingt einen wirkungsvollen Schutz.

Das hat nun der IT-Sicherheitsdienstleister SySS mit Angriffen auf verschlüsselte USB-Sticks nachgewiesen.

Die getesteten USB-Sticks der Hersteller SanDisk und Kingston sind laut SySS nach dem FIPS-Standard zertifiziert und somit auch für den Einsatz beim amerikanischen Militär und der amerikanischen Regierung freigegeben. Trotzdem besitzen sie einen gravierenden Sicherheitsmangel.

Die Verschlüsselung erfolgt mit einer Software, die vor der Freigabe der Daten das eingegebene Kennwort prüft. Erst wenn das Kennwort korrekt eingegeben wurde, werden die Daten auf dem USB-Stick freigegeben. Der zur Überprüfung verwendete Datenblock bleibt jedoch leider ständig identisch. Die Sicherheitsexperten konnten diesen Datenblock nun als Ergebnis der Passwortüberprüfung ausgeben lassen, gleichgültig welches Kennwort eingegeben wurde.

Detaillierte Informationen zu dem Angriff erhalten Sie über PDF-Dateien von SySS, die den Angriff auf den SanDisk-Stick und den Kingston-Stick erläutern.

Kingston bietet mittlerweile an, ein Update des USB-Sticks durchzuführen. Dafür müssen Sie diesen allerdings einsenden. Bei SanDisk können Sie das Update hingegen selbst durchführen.

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