Datenklau im Einwohnermeldeamt: Ihre Daten sind glücklicherweise nicht gestohlen!

Bei mehreren Einwohnermeldeämtern war der Datendiebstahl von zahlreichen Informationen registrierter Bürger über das Internet möglich. Systematisch ausgenutzt wurde sie bisher jedoch noch nicht.

Durch eine Fernsehreportage des ARD-Magazins "Report München" ist es ans Licht gekommen: Diverse Daten von Einwohnermeldeämtern in Deutschland konnten über das Internet abgerufen werden. Der Hersteller der Software hatte auf seiner Internetseite eine Testoberfläche zur Verfügung gestellt, deren Zugangsdaten denen entsprachen, mit denen die Software auch an Kunden ausgeliefert wird.



Und jetzt ahnen Sie es bereits: Viele Ämter haben die Standardpasswörter nicht geändert! Warum sich darum kein Administrator bemüht hat, ist wohl auf menschliches Versagen zurückzuführen. Mittlerweile haben die Untersuchungen des Herstellers ergeben, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgt sind. Immerhin konnte das Fernsehteam jedoch darauf zugreifen. Die Reporter hatten dabei vollen Zugriff auf zahlreiche registrierte Daten, unter anderem Adressinformationen, Religionszugehörigkeit und Foto der Bürger. Kriminelle würden diese Daten nach Angaben von BR-online nutzen, um Identitätsdiebstahl, z.B. mit gefälschten Pässen, zu betreiben. Datenklau zur Verwendung der fremden Personaldaten ist laut BR-online immerhin  ein Milliardengeschäft.

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